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Arthrex TPLO Rotationsdiagramm erklärt

Arthrex TPLO Rotationsdiagramm erklärt

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Erfahren Sie, wie das Arthrex TPLO Rotationsdiagramm funktioniert und wie es die TPLO-Operation optimiert. Detaillierte Anleitung und Tipps inklusive.

Von 

Sustainable Vet Group

Aktualisiert am 

8/13/26

.

Dieser Inhalt ist für tiermedizinische Fachkräfte zu Bildungszwecken bestimmt. Er ersetzt weder das klinische Urteilsvermögen noch eine maßgeschneiderte Beratung. Verlassen Sie sich stets auf Ihre Ausbildung, Ihr Fachwissen und den spezifischen Kontext Ihrer Patienten.

Die Arthrex TPLO Rotationskarte ist eine chirurgische Planungsreferenz, die während der Tibial-Plateau-Leveling-Osteotomie (TPLO) Operation verwendet wird.

Sie gibt dem Chirurgen genau an, um wie viele Grad das Tibia-Knochensegment gedreht werden muss, um den Zielwinkel des Tibialplateaus für den jeweiligen Hund zu erreichen.

Ohne diese Karte müsste der Chirurg die Rotation für jeden Fall manuell berechnen – ein langsamerer Prozess mit größerem Fehlerpotenzial.

 

Schnelle Antwort: Die Arthrex TPLO Rotationskarte wandelt den präoperativen Tibialplateauwinkel eines Hundes in die exakten Rotationsgrade der Tibia um, die während der Operation benötigt werden, um das Ziel von etwa 5 Grad zu erreichen. Sie ist spezifisch für das Arthrex-System und wird zusammen mit präoperativen Röntgenaufnahmen verwendet.

 

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Karte wandelt den präoperativen TPA in die erforderliche Rotation um: Der Chirurg misst den TPA auf Röntgenaufnahmen und verwendet die Karte, um die benötigten Grad zu ermitteln
  • Der Ziel-TPA nach der Operation liegt bei etwa 5 Grad: Studien bestätigen, dass TPLO typischerweise etwa 6,5 Grad Rotation erfordert, um dies zu erreichen
  • Die Karte ist spezifisch für das Arthrex TPLO-System: Sie ist nur für Arthrex-Platten, Schablonen und Instrumente konzipiert
  • Genaues präoperatives radiologisches Messen ist die Grundlage: Wenn die TPA-Messung ungenau ist, ist auch das Ergebnis der Karte ungenau – die Positionierung des Röntgenbildes ist entscheidend
  • Rotationsfehler führen zu Unter- oder Überkorrektur: Unterkorrektur lässt einen residualen cranialen Schub zurück; Überkorrektur erzeugt einen kaudalen Tibiaschub
  • Die Karte wird zusammen mit der Gewichtstabelle verwendet: Die Plattengrößenauswahl und Rotationsplanung erfolgen gemeinsam in der präoperativen Planung

Was die Arthrex TPLO Rotationskarte bewirkt

Die TPLO-Operation funktioniert, indem das Tibialplateau – die obere Fläche der Tibia – auf einen flacheren Winkel gedreht wird, sodass das Kniegelenk mechanisch stabil ist, auch ohne funktionierendes vorderes Kreuzband (CCL).

Die Rotationskarte zeigt die erforderlichen Rotationsgrade, um einen Zielwinkel des Tibialplateaus basierend auf der präoperativen Messung zu erreichen. Diese Karte hilft Chirurgen, den Knochenschnitt und die Rotation präzise zu planen und durchzuführen. Die Verwendung dieser Karte reduziert das Rätselraten und verbessert die Genauigkeit der chirurgischen Korrektur.

Die Karte ist ein zweivariables Nachschlagewerk. Die Eingabe ist der gemessene präoperative TPA. Die Ausgabe sind die Rotationsgrade, die auf das osteotomierte Knochensegment angewendet werden müssen.

Der Ziel-TPA nach der Operation bei den meisten TPLO-Verfahren liegt bei etwa 5 Grad.

Die TPLO-Methode beinhaltet einen Viertelkreis-Osteotomieschnitt der proximalen Tibia und die Rotation des osteotomierten Fragmentes, um den Winkel des Tibialplateaus anzupassen. Der gewünschte postoperative TPA kann durch Berechnung des notwendigen Rotationswinkels aus dem präoperativen TPA erreicht werden, typischerweise durchschnittlich etwa 6,5 Grad.

Wie der präoperative TPA gemessen wird

Dieser Winkel gibt an, wie geneigt das Tibialplateau ist, was den erforderlichen Rotationsgrad beeinflusst. Eine genaue Messung ist entscheidend, damit die Karte korrekte Rotationswerte liefert.

Der TPA wird auf einer korrekt positionierten mediolateralen Röntgenaufnahme der Tibia gemessen.

Das Röntgenbild muss mit dem Kniegelenk in einer standardisierten Position aufgenommen werden – typischerweise mit etwa 135 Grad Streckung des Gelenks.

Es werden zwei Referenzlinien gezogen: eine vom Femurcondylus entlang des Tibialplateaus und eine von der Intercondylären Eminenz bis zum Zentrum des Talus.

Der Winkel zwischen diesen beiden Linien ist der TPA.

Eine korrekt positionierte Röntgenaufnahme ist unerlässlich. Eine Drehung des Patienten während der Aufnahme verschiebt den scheinbaren TPA und führt zu ungenauen Kartenwerten, was eine unpräzise chirurgische Rotation zur Folge hat.

Normale Hunde haben einen TPA von etwa 18 bis 25 Grad. Hunde mit steileren Tibialplateauwinkeln benötigen mehr Rotation. Hunde mit flacheren Winkeln benötigen weniger.

Verwendung der Karte während der Operation

Während der Operation, nachdem der gebogene Osteotomieschnitt in der proximalen Tibia gemacht wurde, wird das Knochensegment mit dem Arthrex-Schablonensystem rotiert.

Der Chirurg verwendet den Kartenwert – der während der präoperativen Planung ermittelt wurde – um die Schablone auf die korrekte Rotationsposition einzustellen, bevor die Platte angebracht wird.

Die TPLO Rotationskarte dient als visuelle Hilfe und gewährleistet Genauigkeit und Präzision während der Operation. Durch ihre Anwendung können Tierärzte die chirurgische Genauigkeit verbessern, Fehler minimieren und die Gesamtergebnisse für den Patienten optimieren.

Nach der Rotation wird die Platte angebracht und die Position mit intraoperativen Röntgenaufnahmen bestätigt, bevor die endgültige Schraubenfixierung erfolgt.

Folgen einer falschen Rotation

Eine Unterrotation (unzureichende Korrektur) lässt einen TPA über 5 Grad zurück. Das Knie bleibt mechanisch anfällig für cranialen Tibiaschub, was zu anhaltender Instabilität, Schmerzen und beschleunigtem Fortschreiten der Arthrose führen kann.

Eine Überrotation erzeugt einen TPA unter 0 Grad (kaudale Neigung). Dies kehrt das biomechanische Problem um – nun wird die Tibia während der Belastung kaudal gedrückt, was zu abnormalen Gelenkmechaniken und möglicher Implantatbelastung führt.

Eine genaue Rotation des Tibialplateaus ist entscheidend, um nach der TPLO-Operation normale Gelenkmechaniken wiederherzustellen. Die Rotationskarte hilft Chirurgen, Unter- oder Überrotation zu vermeiden, die zu schlechten Ergebnissen oder Komplikationen führen können.

Der Kontext des Arthrex-Systems

Die Rotationskarte ist speziell für die Verwendung mit Arthrex TPLO-Implantaten, Schablonen und Geräten konzipiert. Arthrex ist einer der beiden am weitesten verbreiteten TPLO-Implantathersteller in der veterinärorthopädischen Chirurgie neben Synthes.

Während der TPLO-Operation macht der Chirurg einen gebogenen Schnitt in die Tibia und rotiert das Knochensegment, um die Neigung des Tibialplateaus zu verändern. Die Arthrex TPLO-Platte wird dann angebracht, um den Knochen in seiner neuen Position zu fixieren.

Die Rotationskarte, Gewichtstabelle und Plattengrößentabelle funktionieren als integriertes Planungssystem. Die Gewichtstabelle bestimmt die geeignete Plattengröße basierend auf dem Körpergewicht des Hundes.

Die Rotationskarte bestimmt die erforderliche chirurgische Korrektur. Für weitere Details zur Platte selbst siehe Arthrex TPLO Plattenübersicht und Anwendung.

Für die Gewichtstabelle, die zusammen mit der Rotationskarte verwendet wird, siehe Erklärung der Arthrex TPLO Gewichtstabelle. Für den Röntgenleitfaden, der die Messwerte für die Karte liefert, siehe Anfertigung optimaler TPLO-Röntgenaufnahmen.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Arthrex TPLO Rotationskarte dieselbe wie eine generische TPLO Rotationskarte?

Nein. Verschiedene TPLO-Implantatsysteme (Arthrex, Synthes) verwenden unterschiedliche Plattendesigns und Schablonensysteme. Die Rotationskarte ist auf die Geometrie des jeweiligen Systems kalibriert.

Eine Arthrex Rotationskarte sollte nur mit Arthrex-Instrumenten und Schablonen verwendet werden, nicht mit Synthes-Geräten oder anderen Systemen.

Kann der Chirurg die Karte überspringen und die Rotation manuell berechnen?

Mathematisch ist das möglich, aber die Karte standardisiert diese Berechnung und reduziert die intraoperative Variabilität. Die meisten Chirurgen, die das Arthrex-System verwenden, nutzen die Karte routinemäßig, anstatt für jeden Fall manuell zu rechnen.

Was passiert, wenn die präoperative Röntgenaufnahme schlecht positioniert ist?

Eine schlecht positionierte Röntgenaufnahme liefert eine ungenaue TPA-Messung. Dies führt zu einem falschen Kartenwert und somit zu einer inkorrekten intraoperativen Rotation.

Die Qualität der radiologischen Positionierung bestimmt direkt die Genauigkeit der gesamten chirurgischen Korrektur. Deshalb gilt das Anfertigen präziser, standardisierter Röntgenaufnahmen als Kernkompetenz bei der TPLO-Operation.

Wird jeder Hund auf exakt denselben TPA rotiert?

Das Ziel ist dasselbe (etwa 5 Grad), aber der erforderliche Rotationsgrad variiert zwischen den Hunden.

Ein Hund mit einem präoperativen TPA von 28 Grad benötigt mehr Rotation als einer mit 20 Grad. Die Karte berücksichtigt diese individuelle Variation.

Wird die Rotationskarte bei beidseitigen TPLO-Fällen verwendet?

Ja. Jedes Bein wird unabhängig geplant, da die TPAs zwischen linker und rechter Tibia leicht variieren können. Für jedes Bein, das operiert wird, werden separate Messungen und Kartenabfragen durchgeführt.

Ressourcen

  • Arthrex Veterinary. TPLO Surgical Technique Guide.arthrex.com
  • PMC. Long-Term Changes in Tibial Plateau Angle Following TPLO in Dogs.ncbi.nlm.nih.gov
  • Vet Playas. TPLO Rotation Chart: A Comprehensive Guide to Surgical Techniques.vetplayas.com
  • ACVS. Cranial Cruciate Ligament Disease.acvs.org

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