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Perfekte TPLO-Röntgenaufnahmen erstellen: Leitfaden

Perfekte TPLO-Röntgenaufnahmen erstellen: Leitfaden

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Erfahren Sie, wie Sie mit präzisen Techniken großartige TPLO-Röntgenaufnahmen für optimale chirurgische Ergebnisse erstellen.

Von 

Sustainable Vet Group

Aktualisiert am 

8/13/26

.

Dieser Inhalt ist für tiermedizinische Fachkräfte zu Bildungszwecken bestimmt. Er ersetzt weder das klinische Urteilsvermögen noch eine maßgeschneiderte Beratung. Verlassen Sie sich stets auf Ihre Ausbildung, Ihr Fachwissen und den spezifischen Kontext Ihrer Patienten.

Hochwertige Röntgenaufnahmen sind die Grundlage für die TPLO-Planung und die postoperative Beurteilung. Die Messung des Tibiaplateauwinkels (TPA), die die Plattengröße, den Osteotomie-Bogen und die Rotationsmenge bestimmt, hängt vollständig von der Bildqualität ab.

Eine schlecht positionierte Röntgenaufnahme führt zu ungenauen TPA-Messungen, was zu Unterkorrektur, Überkorrektur oder falscher Implantatauswahl führen kann.

Das Verständnis dessen, was eine TPLO-Röntgenaufnahme diagnostisch zuverlässig macht, ist für jeden tierärztlichen Fachmann, der an TPLO-Fällen beteiligt ist, unerlässlich.

 

Schnelle Antwort: Eine diagnostische TPLO-Seitenaufnahme erfordert: Knie- und Sprunggelenk etwa im 90-Grad-Winkel; Tibia und Fibula müssen über die gesamte Länge überlagert sein; Femurcondylen müssen überlagert sein; die gesamte Tibia muss sichtbar sein; und der Strahl muss über dem Knie zentriert sein. Die Nichtüberlagerung der Femurcondylen ist die häufigste Ursache für TPA-Messfehler.

 

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Positionierung der Gliedmaße ist die wichtigste Variable für die TPA-Genauigkeit: Die Positionierung beeinflusst das Erscheinungsbild der anatomischen Landmarken, die für die TPA-Bestimmung verwendet werden
  • Die Femurcondylen müssen in der Seitenansicht überlagert sein: MDPI-Forschung bestätigt, dass eine Nichtüberlagerung von 3 mm 90,6 % der Messungen innerhalb von 1 Grad des tatsächlichen TPA ergibt; der Fehler nimmt bei mehr als 3 mm deutlich zu
  • Knie- und Sprunggelenk sollten beide etwa 90 Grad in der Seitenansicht sein: dies ist für eine genaue Messung des Tibiaplateauwinkels erforderlich
  • Beruhigung wird empfohlen: Ein sedierter Hund ermöglicht eine genaue Gliedmaßenpositionierung ohne Bewegungsartefakte; ein nicht sedierter, schmerzender Hund kann die erforderliche Position nicht halten
  • Der TPA liegt bei den meisten Hunden durchschnittlich zwischen 23 und 29 Grad: Einige kleine Rassen haben höhere Durchschnittswerte; Hunde mit einem TPA über 30 Grad sind möglicherweise ungeeignete Kandidaten für extrakapsuläre Reparaturen oder TTA
  • Das postoperative TPA-Ziel liegt bei 5 bis 6,5 Grad: Das Erreichen dieses Winkels eliminiert den cranialen Tibiavorschub; postoperative Röntgenaufnahmen bestätigen, ob das Ziel erreicht wurde

Warum die Qualität der Röntgenaufnahme für TPLO wichtig ist

Die TPLO-Planung basiert vollständig auf der präoperativen lateralen Knie-Röntgenaufnahme. Aus diesem Bild:

  • misst der Chirurg den TPA (Tibiaplateauwinkel)
  • wählt die passende Radiusgröße der Osteotomie-Sägeblattklinge aus
  • plant die erforderliche Rotationsmenge, um den Ziel-TPA nach der Operation (5 bis 6,5 Grad) zu erreichen
  • wählt die Implantatgröße (Platten- und Schraubendimensionen)

Ein 2-Grad-Fehler bei der TPA-Messung aufgrund einer schlecht positionierten Röntgenaufnahme kann dazu führen, dass eine Platte eine Größe zu klein oder zu groß gewählt wird oder eine Osteotomie-Rotation die Gelenkstellung unter- oder überkorrigiert.

Today's Veterinary Practice bestätigt: Eine gut positionierte laterale Knie-Röntgenaufnahme ist für eine genaue diagnostische Interpretation und TPA-Messung unerlässlich; die korrekte Tibiaausrichtung ist für die TPA-Messung am wichtigsten.

Die laterale (mediolaterale) Projektion

Dies ist das entscheidende Bild für die TPA-Messung.

Patientenpositionierung

Körperposition: Der Hund wird in Seitenlage mit der betroffenen Gliedmaße (betroffenes Knie) zum Tisch hin positioniert. Die Gliedmaße wird leicht vom Körper weg gestreckt.

Kniewinkel: Das Knie wird etwa im 90-Grad-Winkel gebeugt positioniert.

Sprunggelenkwinkel: Das Sprunggelenk (Tarsus) wird ebenfalls etwa im 90-Grad-Winkel gebeugt positioniert.

Cave Vet Specialists bestätigt: Stellen Sie sicher, dass Knie und Sprunggelenk in den Bereich von Interesse kollimiert sind; halten Sie das Bein in einer natürlichen Position; legen Sie eine passend große Platte unter die Gliedmaße.

Femurcondylen: Beide Femurhemicondylen sollten exakt überlagert sein. Dies ist der technisch anspruchsvollste Aspekt der lateralen Knie-Röntgenaufnahme. Um die Überlagerung zu erreichen, wird die gegenüberliegende Gliedmaße mit Schaumstoffkeilen oder einem dreieckigen Positionierungshilfsmittel angehoben, damit die interessierende Gliedmaße flach und parallel zum Tisch liegt.

Cave Vet Specialists bestätigt: Legen Sie die nicht betroffene Gliedmaße auf Keile, um die interessierende Gliedmaße zentral zu neigen; platzieren Sie einen dreieckigen Keil oder Sandsack auf der gegenüberliegenden Seite.

Tibia-Fibula-Überlagerung: Tibia und Fibula sollten über ihre gesamte Länge überlagert sein. Wenn Tibia und Fibula nicht überlagert sind, ist die Tibia relativ zur Platte rotiert – und diese Rotation wird in der TPA-Messung erfasst.

Was eingeschlossen werden muss

Die Röntgenaufnahme muss die gesamte Tibia vom Tibiaplateau (oben) bis mindestens zur distalen Metaphyse (idealerweise den gesamten Knochen) zeigen.

Today's Veterinary Practice bestätigt: Der Röntgenstrahl sollte über dem Kniegelenk zentriert sein mit Kollimation, die die gesamte Tibia einschließt.

Die häufigsten Positionierungsfehler

Nichtüberlagerung der Femurcondylen: Der häufigste und gravierendste Fehler. Verursacht durch Kippen des Hinterkörpers, unzureichend angehobene kontralaterale Gliedmaße oder einen nicht sedierten Hund, der seine Position verändert.

Die MDPI Animals-Studie quantifizierte die Auswirkung: 3 mm Nichtüberlagerung verursachen etwa 1 Grad TPA-Fehler; Fehler nehmen bei mehr als 3 mm deutlich zu.

Tibiarotation: Die Tibia ist relativ zur wahren mediolateralen Ebene nach innen oder außen rotiert. Dies geschieht, wenn das Sprunggelenk nicht in einer natürlichen Position gehalten wird. Die Rotation verändert die scheinbare Neigung des Tibiaplateaus und führt zu einem falsch hohen oder niedrigen TPA.

Today's Veterinary Practice bestätigt: Die Tibia kann bei CCL-Verletzungen leicht rotiert sein, selbst wenn der Femur gerade erscheint.

Unvollständige Tibia: Wenn die distale Tibia durch Kollimation abgeschnitten wird, kann der Chirurg die gesamte Tibiaachse nicht beurteilen – was für die TPA-Messung erforderlich ist.

Die kaudokraniale (CrCd oder AP) Projektion

Die kaudokraniale Ansicht beurteilt die Gliedmaßenachse, Varus- und Valgus-Deformitäten sowie Tibiarotation. Sie ist ein Standardteil des präoperativen TPLO-Röntgensatzes.

Patientenpositionierung

Der Hund wird in Bauchlage oder Rückenlage mit der betroffenen Gliedmaße nach kaudal (zur Röntgenplatte hin) ausgestreckt positioniert. Knie und Sprunggelenk sollten sichtbar sein.

Rita Leibinger bestätigt: Die AP-Projektion muss Knie und Sprunggelenk einschließen, damit der behandelnde Chirurg die Gliedmaßenachse beurteilen kann.

DVM360 bestätigt: In der kaudokranialen Ansicht sollte der mediale Rand des Tuber calcanei mit der Mitte der distalen Tibia übereinstimmen, was das Fehlen einer Tibiarotation bestätigt.

Kalibrierung für die chirurgische Planung

Wenn Röntgenaufnahmen für die chirurgische Planung (Plattengrößenauswahl) verwendet werden, muss ein Kalibrierungsmarker auf Höhe des Kniegelenks platziert werden.

Dies ermöglicht dem Chirurgen, das digitale Bild auf reale Maße zu skalieren.

Rita Leibinger bestätigt: Die Bildkalibrierung verändert die TPA-Messung nicht (der Winkel ist größenunabhängig), ermöglicht jedoch die Verwendung der Röntgenaufnahmen für die chirurgische Plattengrößenplanung.

Postoperative Röntgenaufnahmen

Nach TPLO werden Röntgenaufnahmen gemacht:

  • Unmittelbar nach der Operation: zur Bestätigung der Osteotomieposition, Plattenposition, Schraubenplatzierung und des erreichten postoperativen TPA
  • Nach 6 bis 8 Wochen: zur Beurteilung der frühen Knochenheilung und Kallusbildung
  • Nach 12 Wochen: zur Bestätigung der Knochenvereinigung vor Aufhebung der Aktivitätseinschränkungen

Was eine gute postoperative Röntgenaufnahme zeigt

  • Postoperativer TPA von etwa 5 bis 6,5 Grad
  • Keine Schrauben, die den Gelenkraum verletzen
  • Platte in korrekter medialer Position auf der Tibia
  • Osteotomiespalt, der sich auf Folgeaufnahmen zunehmend verengt (Kallusbildung)

Warnzeichen auf postoperativen Röntgenaufnahmen

  • Schraubenspitze im Gelenkraum (erfordert Entfernung dieser Schraube)
  • Plattenmigration von der ursprünglichen Position
  • Periimplantäre radioluzente Halo-Bereiche (deuten auf Implantatlockerung oder Infektion hin)
  • Osteotomiespalt verengt sich nach 8 Wochen nicht (deutet auf verzögerte Vereinigung oder Infektion hin)

Für den TPA-Messleitfaden siehe what causes TPLO surgery in dogs. Für postoperative Komplikationen siehe 15 common complications after TPLO surgery.

Für den Leitfaden zur Platteninfektion siehe TPLO plate infection signs and treatment. Für Informationen zur Knochenheilung siehe TPLO bone healing time in dogs.

Häufig gestellte Fragen

Muss der Hund für TPLO-Röntgenaufnahmen sediert werden?

Eine Sedierung wird dringend empfohlen und bevorzugt. Ein nicht sedierter Hund – insbesondere einer mit Schmerzen durch CCL-Erkrankung – kann die für eine genaue TPA-Messung erforderliche präzise Positionierung nicht einhalten.

Schon geringfügige Positionsänderungen zwischen Vorbereitung und Aufnahme führen zu erheblichen Fehlern. Die Sedierung ermöglicht es dem Techniker, die Gliedmaße korrekt zu positionieren und in Position zu halten, ohne dass der Hund sich bewegt.

Warum ist die Position des Sprunggelenks für die Seitenansicht wichtig?

Der Winkel des Sprunggelenks beeinflusst die Position der Tibia relativ zum Tisch und zur Bildplatte.

Weicht das Sprunggelenk von etwa 90 Grad ab, wird die Tibia am distalen Ende entweder angehoben oder abgesenkt, was den scheinbaren Winkel des Tibiaplateaus verändert.

Dieser Fehler wird in der TPA-Messung erfasst.

Was ist ein normaler TPA-Bereich und wann sollte TPLO empfohlen werden?

Today's Veterinary Practice bestätigt, dass der durchschnittliche TPA bei den meisten Hunden zwischen 23 und 29 Grad liegt. Einige kleine Rassen haben höhere Durchschnittswerte.

Hunde mit einem TPA über 30 Grad sind möglicherweise ungeeignete Kandidaten für extrakapsuläre Reparaturen oder TTA.

TPLO ist für Hunde aller TPA-Werte geeignet – das Verfahren korrigiert speziell den jeweiligen TPA-Winkel des Hundes.

Kann dieselbe Röntgenaufnahme sowohl für Diagnose als auch für chirurgische Planung verwendet werden?

Ja, wenn sie von ausreichender Qualität ist und einen Kalibrierungsmarker enthält.

Nur diagnostische Röntgenaufnahmen ohne Kalibrierungsmarker können CCL-Erkrankungen bestätigen und den TPA messen, sind jedoch nicht für die chirurgische Plattengrößenplanung geeignet.

Die Einbeziehung eines Kalibrierungsmarkers bei der Aufnahme ermöglicht es, eine einzelne Röntgenaufnahme für beide Zwecke zu verwenden.

Was passiert, wenn der TPA präoperativ falsch gemessen wird?

Wenn der präoperative TPA unterschätzt wird, kann der Chirurg die Osteotomie unterrotieren und das Ziel von 5 bis 6,5 Grad postoperativem TPA nicht erreichen.

Dies führt zu einem verbleibenden cranialen Tibiavorschub und möglicherweise anhaltender Instabilität. Bei Überschätzung ist eine Überkorrektur möglich.

Dies unterstreicht, warum die Genauigkeit der Positionierung zum Zeitpunkt der Röntgenaufnahme entscheidend ist – Fehler wirken sich auf den gesamten chirurgischen Plan aus.

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